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Auffahrkollision aufgrund eines zu geringen Abstandes

31.03.2017

Stress, Ungeduld und Zeitdruck führen bei vielen Fahrern dazu, dass sie als Fahrzeuglenker im Strassenverkehr vergessen, Abstand zu vorfahrenden Fahrzeugen oder anderen Verkehrsteilnehmern zu halten. Nun beschäftigt uns die Frage, wie die Haftungsfrage bei einer Auffahrkollision aussieht und welche weiteren versicherungstechnischen Auswirkungen sowie allenfalls strafrechtlichen Massnahmen zu erwarten sind.

Oft taucht diese Frage in Diskussionen mit Freunden und Bekannten auf. Wer regelmässig im Auto unterwegs ist, hat solche Situationen vielleicht auch schon selber beobachtet oder miterlebt. Wer muss die entstandenen Schäden bezahlen, wenn man nicht rechtzeitig bremsen kann und es zu einer Auffahrkollision kommt? Und wie sieht die Situation aus, wenn der Fahrer vor mir einen «Schikanestopp» macht?

Wichtig ist hierbei, zuerst folgenden Grundsatz zu beachten: Der Abstand ist hinreichend, wenn das hintere Fahrzeug bei überraschendem (verkehrsbedingt erlaubtem) Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs noch rechtzeitig zu halten vermag. Man muss also so viel Abstand halten, dass man auch bei einem starken resp. unerwarteten Bremsmanöver des voranfahrenden Fahrzeuges anhalten kann. Abrupte Brems- und Haltemanöver sind nur dann erlaubt, wenn diese aufgrund eines auftauchenden Hindernisses erforderlich sind oder ein Notfall vorliegt. Der «Schikanestopp» ist verboten.

Wenn ich nun einen Auffahrunfall verursache, weil der Fahrer des vorderen Autos ein erlaubtes abruptes Bremsmanöver durchgeführt hat, so muss meine Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen. Für den Schaden an meinem eigenem Fahrzeug kommt, falls vorhanden, meine Kaskoversicherung auf (mit Abzug des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts). Durch den Schadenfall wird sich auch die zukünftige Versicherungsprämie erhöhen, wenn die Zusatzdeckung «Bonusschutz» nicht eingeschlossen oder dieser für einen anderen Schadenfall bereits aufgebraucht wurde. Zusätzlich kann dem Unfallverursacher noch ein Strafverfahren auferlegt werden.

Die Situation bei einem Auffahrunfall mit einem unerlaubten abrupten Brems- oder Haltemanöver sieht hingegen anders aus: Die Versicherung kann in einem solchen Schadenfall Regress auf den verursachenden Lenker nehmen und es kann ihm eine Strafe auferlegt werden. Dieser Tatbestand muss jedoch bewiesen werden können, beispielsweise durch einen von der Polizei aufgenommen Rapport oder durch Aussagen von neutralen Zeugen. Bei einer allfälligen Prozessführung oder einem Rechtsfall hilft Ihnen in diesem Fall auch die Rechtsschutzversicherung weiter.

Im Vordergrund für jeden Fahrzeuglenker sollte es somit in seinem eigenen Interesse stehen, immer genügend Abstand zu den anderen Fahrzeugen und sonstigen Verkehrsteilnehmern zu halten. Ansonsten gefährdet man nicht nur die Insassen des vorausfahrenden Fahrzeuges, sondern auch sich selbst und die übrigen Verkehrsteilnehmer. Auffahrkollisionen sind für den Unfallverursacher meist sehr unvorteilhaft, unabhängig von der Schuldfrage.

Um Sie vor solchen und weiteren finanziellen Gefahren rund um Ihr Fahrzeug zu schützen, beraten wir Sie gerne detailliert über die Versicherungsmöglichkeiten und die einzelnen «Versicherungsbausteine».